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Strahlenschutz - Notfallvorsorge und -reaktion bei Tätigkeiten

Kurzbeschreibung

Die Anforderungen an die Notfallvorsorge und -reaktion bei Tätigkeiten folgen in den Neufassungen des Strahlenschutzgesetzes 2020 und der Allgemeinen Strahlenschutzverordnung 2020 einem abgestuften Zugang. Das bedeutet, dass die jeweiligen behördlichen Vorgaben für bestimmte Tätigkeiten dem unterschiedlichen Strahlenrisiko, das mit der jeweiligen Tätigkeit verbunden ist, Rechnung tragen. Demnach haben Unternehmen, die Tätigkeiten mit höherem Gefahrenpotential ausüben, umfangreichere Vorkehrungen zu treffen als jene, die Tätigkeiten mit geringerem Gefahrenpotential ausüben. Dies betrifft auch die Antragsunterlagen für das Bewilligungsverfahren.

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Allgemeine Informationen

Die Anforderungen an die Notfallvorsorge und Notfallreaktion bei Tätigkeiten folgen im Strahlenschutzgesetz (StrSchG) und der Allgemeinen Strahlenschutzverordnung (AllgStrSchV) einem abgestuften Zugang. Das bedeutet, dass die jeweiligen behördlichen Vorgaben für bestimmte Tätigkeiten dem entsprechenden Strahlenrisiko Rechnung tragen, das mit der jeweiligen Tätigkeit verbunden ist.

Demnach haben Unternehmen, die Tätigkeiten mit höherem Gefahrenpotenzial ausüben, umfangreichere Vorkehrungen zu treffen als jene, die Tätigkeiten mit geringerem Gefahrenpotenzial ausüben. Dies betrifft auch die Antragsunterlagen für das Bewilligungsverfahren. Bei Tätigkeiten mit höherem Gefahrenpotenzial ist dem Antrag auf Bewilligung einer Tätigkeit eine Sicherheitsanalyse und ein Notfallplan ( → BMLUK ) anzuschließen, wie beispielsweise bei Anträgen auf Bewilligung einer Tätigkeit mit gefährlichen radioaktiven Quellen.

Hinweis

Für die Notfallvorsorge und -reaktion für den Betrieb von Forschungsreaktoren und Entsorgungsanlagen zur Behandlung von radioaktiven Abfällen gelten weitaus umfangreichere Anforderungen. Daher werden diese hier nicht berücksichtigt.

Zu unterscheiden sind die Notfallvorsorge und die Notfallreaktion bei Tätigkeiten. Die Notfallvorsorge dient der Vorbereitung auf einen eventuellen radiologischen Notfall. Tritt ein radiologischer Notfall in Zusammenhang mit der ausgeübten Tätigkeit ein, muss unmittelbar die Notfallreaktion durch das Unternehmen beziehungsweise seine Arbeitskräfte erfolgen.

Jede Bewilligungsinhaberin/jeder Bewilligungsinhaber ist verpflichtet, die Notfallreaktion im Anlassfall unverzüglich durchzuführen. Die Notfallreaktion hat jedenfalls zu umfassen:

  1. der zuständigen Behörde Meldung zu erstatten,
  2. alle angemessenen Maßnahmen zur Verringerung der Folgen zu treffen,
  3. eine vorläufige erste Bewertung der Umstände und Abschätzung der Folgen des radiologischen Notfalls vorzunehmen sowie
  4. bei der Durchführung von Schutzmaßnahmen Hilfe zu leisten.

Die Verpflichtung zur Notfallvorsorge für Arbeitskräfte findet sich in § 59 StrSchG : " Die Bewilligungsinhaberin/der Bewilligungsinhaber hat für den Betrieb von kerntechnischen Anlagen und Entsorgungsanlagen sowie für Tätigkeiten mit gefährlichen radioaktiven Quellen Vorsorge zum Schutz der Arbeitskräfte bei einem radiologischen Notfall im Zusammenhang mit der ausgeübten Tätigkeit zu treffen." Strengere Anforderungen gelten für die Bewilligungsinhaberin/den Bewilligungsinhaber für den Betrieb von kerntechnischen Anlagen und Entsorgungsanlagen. Diese haben zusätzlich Vorsorge zum Schutz der Bevölkerung bei einem radiologischen Notfall im Zusammenhang mit der ausgeübten Tätigkeit zu treffen.

Durch die Erstellung einer Sicherheitsanalyse wird das jeweilige Unternehmen in die Lage versetzt, sich auf relevante Notfallszenarien vorzubereiten. Die Sicherheitsanalyse hat die in Anlage 17 AllgStrSchV genannten Bereiche zu berücksichtigen.

Die Vorbereitung auf relevante Notfallszenarien geschieht unter anderem durch die Erstellung eines Notfallplans unter Berücksichtigung von Anlage 11 AllgStrSchV und die Durchführung von Notfallübungen. Weitere Festlegungen zur Überprüfung und Aktualisierung der Sicherheitsanalyse und des Notfallplans finden sich in § 78 AllgStrSchV .

Fristen

Siehe Kapitel " Bewilligungspflichtige Tätigkeiten mit Strahlenquellen ".

Zuständige Stelle

für die Leistung Strahlenschutz - Notfallvorsorge und -reaktion bei Tätigkeiten:

Abteilung 15 Energie, Wohnbau, Technik
Landhausgasse 7
8010 Graz,01.Bez.:Innere Stadt
Telefon: +43 (316) 877-2931
Fax: +43 (316) 877-4569
E-Mail: abteilung15@stmk.gv.at
Web-Adresse: http://verwaltung.steiermark.at

Parteienverkehr
Montag bis Freitag von 8:00 bis 12:30 Uhr und nach Terminvereinbarung

Zusatzinformation

Siehe Kapitel " Bewilligungspflichtige Tätigkeiten mit Strahlenquellen ".

Verfahrensablauf

Siehe Kapitel " Bewilligungspflichtige Tätigkeiten mit Strahlenquellen ".

Kosten

Siehe Kapitel " Bewilligungspflichtige Tätigkeiten mit Strahlenquellen ".

Zusätzliche Informationen

strahlenschutz.gv.at ( → BMLUK )

Rechtsgrundlagen

  • §§ 10 , 78 sowie Anlage 11 und Anlage 17 Allgemeine Strahlenschutzverordnung (AllgStrSchV)
  • §§ 57 , 59 , 60 , 61 Strahlenschutzgesetz (StrSchG)

Datenschutz

  1. Im Zuge dieses Verfahrens bekanntgegebene Daten und jene Daten, die die Behörde im Zuge des Ermittlungsverfahrens erhält, werden auf Grund des Art. 6 Abs. 1 lit. c und e Datenschutz-Grundverordnung in Verbindung mit den diesem Verfahren zugrundliegenden Materiengesetzen automationsunterstützt verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt zum Zweck der Abwicklung des eingeleiteten Verfahrens, der Beurteilung des Sachverhalts, der Erteilung der Bewilligung sowie auch zum Zweck der Überprüfung.
  2. Die allgemeinen Informationen
    • zu den zustehenden Rechten auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerruf und Widerspruch sowie auf Datenübertragbarkeit;
    • zum zustehenden Beschwerderecht bei der Österreichische Datenschutzbehörde;
    • zu den Verantwortlichen der Verarbeitung und zu den Datenschutzbeauftragten finden Sie auf der Datenschutz-Informationsseite (https://datenschutz.stmk.gv.at).

Für den Inhalt verantwortlich

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

Letzte Aktualisierung

1. Januar 2026
 

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