Leichenbestattung
Kurzbeschreibung
Allgemeine Informationen
Jede Leiche muss bestattet werden. Bestattungsarten sind die Erdbestattung, die Beisetzung in einer Gruft und die Feuerbestattung. Bestattungsanlagen sind Friedhöfe, Feuerbestattungsanlagen, Urnenhallen, Urnenhaine, sowie Anlagen, die dem Vergraben oder Verstreuen der Asche von Verstorbenen dienen.
Die Beerdigung von Leichen bzw. deren Beisetzung in einer Gruft hat auf einem behördlich genehmigten Friedhof zu erfolgen. Außerhalb von Friedhöfen dürfen Leichen nur ausnahmsweise mit Bewilligung der zuständigen Behörde beigesetzt werden.
Die Beisetzung von Urnen hat auf einem Friedhof, in einem Urnenhain oder in einer Urnenhalle zu erfolgen. Mit Bewilligung der zuständigen Behörde darf eine Urne jedoch auch außerhalb der genannten Plätze beigesetzt werden.
Eine Bewilligung ist erforderlich für:
- die Errichtung, Erweiterung und Auflassung von Bestattungsanlagen
- die Erlassung einer Friedhofsordnung
- die Errichtung von Aufbahrungshallen und Leichenkammern
- die Beisetzung einer Urne außerhalb eines Friedhofes, Urnenhalle oder Urnenhaines
- die Enterdigung einer Leiche
- die Überführung einer enterdigten Leiche
- die Überführung einer Leiche ins Ausland
Eine Anzeigepflicht besteht für:
- die Überführung einer Leiche im Bundesgebiet
Beachten Sie, dass für die Aufnahme und Ausübung einer Tätigkeit meist Genehmigungen und Verfahren nach mehreren Rechtsvorschriften erforderlich sind. Die hier angebotenen Informationen stellen daher möglicherweise nur einen Ausschnitt der erforderlichen Formalitäten dar.
Erledigungsdauer
Die Behörden sind verpflichtet, spätestens sechs Monate nach dem Einlangen des Antrages den Bescheid zu erlassen. Entscheidet die Behörde nicht in der vorgegebenen Frist, so haben Sie die Möglichkeit eine Säumnisbeschwerde bei der jeweils zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde einzubringen. Diese muss die Bezeichnung der Behörde enthalten, deren Entscheidung ausständig ist. Zudem ist im Schreiben das Begehren anzuführen und glaubhaft zu machen, dass die Entscheidungsfrist der Behörde abgelaufen ist.
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Rechtsbehelfe
Gegen Bescheide kann Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht erhoben werden.
In der Beschwerde sind der angefochtene Bescheid und die Behörde, die ihn erlassen hat, zu bezeichnen. Sie hat ein Begehren zu enthalten und die Gründe, auf die sich die Behauptung der Rechtswidrigkeit stützt, darzulegen. Die Beschwerde ist binnen vier Wochen ab Zustellung des Bescheides schriftlich bei der jeweils zuständigen Verwaltungsbehörde einzubringen und hat Angaben zu enthalten, die eine Beurteilung ihrer Rechtzeitigkeit möglich machen.
Die Beschwerde kann elektronisch eingebracht werden: Beschwerde im Verwaltungsverfahren.
Hilfs- und Problemlösungsdienste
Einheitlicher Ansprechpartner für Steiermark
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Abteilung 12 - Wirtschaft, Tourismus, Wissenschaft und Forschung
8020 Graz, Nikolaiplatz 3
Telefon: +43 316 877 5905
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